Fachtag in Frankfurt/M. zu lesbisch-schwulem Leben im Alter

10.12.2015 Frankfurt/M. Die Lesben Information- und Beratungsstelle (LIBS e.V.) und die Aidshilfe Frankfurt/M. waren bestens vorbereitet auf rund 50 Gäste, die den Weg ins Ökohaus fanden, um sich Anregungen zu holen zu den unterschiedlichen Facetten des Alterns. Georg Roth und Carolina Brauckmann von der Landesfachberatung für ältere Lesben und Schwule in NRW nannten Beispiele für kommunale Einflussmöglichkeiten. Immerhin sei es ihnen gelungen, in Städten wie Wuppertal, Siegen, Düsseldorf oder Oberhausen Freie Träger und seniorenpolitische Gremien für gleichgeschlechtliche Lebensformen zu sensibilisieren. Ob am Ende dabei herauskommt, dass die ältere Lesben- und Schwulengeneration auch in kommunalen Altenberichterstattungen Eingang finden, ist noch nicht abzusehen.
Frederic Lauscher vom Frankfurter Verband erläuterte den Diversityansatz in den eigenen Häusern und beschrieb den viel beachteten Zertifizierungsprozess zur Regenbogen-Pflege ("Rosa Schlüssel"), den sie vor kurzem durchlaufen hatten. Astrid Osterland beschloss den inhaltsreichen Fachtag, der auch Zeit ließ für anregende Diskussionen, mit einem Vortrag zu den Chancen und Fallstricken gemeinschaftlicher Wohnprojekte. Zum Abschluss prognostizierte Ulrike Schmauch, Moderatorin der vom hessischen Ministerium für Soziales und Integration geförderten Tagung, dass die Altersthematik eine zunehmend zentrale Rolle spielen werde - in der Community ohnehin, aber auch in den Diskussionen rund um den Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt. (cb)


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