Rosa Stolperfallen: Gelungene Veranstaltung im Zentrum plus in Düsseldorf

Im Senioren- und Begenungszentrum plus, Düsseldorf-Unterbilk, setzten die AWO Düsseldorf und die  Landeskoordination Immer dabei ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Zur Veranstaltung: Rosa Stolperfallen waren fast 40 Interessierte  gekommen. Drei Jugendliche aus dem schwullesbischen Jugendzentrum PULS erinnerten mit biografischen Auszügen an schwule Männer, die im Nationalsozialismus verfolgt und im KZ umgekommen sind. Hildegard Jacobs (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) und Dirk Jehle (Schwule und Lesben in der SPD NRW) machten deutlich, wie wichtig die Aufarbeitung durch Zeitzeug_innen-Interviews ist. Im Gespräch mit einem älteren schwulen Mann wurde spürbar, welche Auswirkungen die Strafverfolgung durch den §175 auch in der Nachkriegszeit (bis 1994) hatte. Gerade die Kenntnis dieser Lebenssituation von älteren Lesben und Schwulen ist wichtig, wenn sich Einrichtungen und Angebote der Seniorenarbeit für die Vielfalt der Lebensentwürfe und Lebenslagen öffnen wollen. Schon am Eingang des Zentrumplus ist gut sichtbar ein Aufkleber mit Regenbogenfahne angebracht und signalisiert: wir sind offen für Vielfalt.


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